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Mitgliederversammlung: 1. Juni 2017, Logstikzentrum Ennshafen

Die Einladung zur Mitgliederversammlung finden Sie hier:

Einladung Mitgliederversammlung 1.6.2017

1. Juni 2017 | Logistikzentrum Ennshafen Details

Info-Veranstaltung zum Projekt FAIRway, 1.12.2016, 16 Uhr

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Mitgliederversammlung, 9.6.2016, Wiener Hafen

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„Binnenschifffahrt und Binnenhäfen sollten mit einer Stimme sprechen!“

Von der Schaffung eines Netzwerkes erhoffen sich Pro Danube Austria und der Bundesverband der Deutschen Binnenschifffahrt eine höhere Durchschlagskraft als Interessenvertretung für ihre Mitglieder. Auch die Industrie soll an Bord geholt werden, um die bekannten Probleme auf der Donau gemeinsam zu bewältigen.

Der PDA-Vorstand und seine Gäste bei der Mitgliederversammlung in Wien.

 

WIEN. Die Entwicklung und Umsetzung von Initiativen zur Steigerung der Attraktivität der Wasserstraße Donau bleibt eine herausfordernde Sache. Für den Verein Pro Danube Austria (PDA) besitzt die Bewusstseinsbildung sowohl der verladenden Wirtschaft als auch der breiten Öffentlichkeit für den umweltfreundlichen Verkehrsträger die höchste Priorität. Dafür betreiben Präsident Mag. Fritz Lehr und der soeben um das neue Mitglied mit Zuständigkeit für die „Weiße Schifffahrt“ Dr. Wolfgang Lüftner erweiterte Vorstand unermüdlich Lobbying. Dabei beschreiten die handelnden Personen mit Unterstützung von Pro Danube International seit geraumer Zeit den Weg der Kooperationen mit den „Schwesterverbänden“ in den anderen Donau-Anrainerstaaten beziehungsweise mit der Industrie. Zielsetzung dieser „Knochenarbeit“ ist die Stärkung der Verhandlungsposition insbesondere im behördlichen und politischen Umfeld:

So sehr alle Beteiligten von ihrem Engagement für PDA überzeugt sind, so kritisch reflektieren sie den Status quo auf der Wasserstraße Donau. Der stellt sich kurz gefasst so dar, dass die von der Güterschifffahrt von und nach Österreich beförderten Mengen stagnieren und in einigen Segmenten sogar leicht rückläufig sind. „Sogar Unternehmen, die sich am Wasser angesiedelt haben, verzichten teilweise auf den Schiffsumschlag, weil ihnen das zu unsicher ist“, berichtete DI Christian Mokry, Leitung Einkauf voestalpine Steel Division, auf der PDA-Mitgliederversammlung am 9. Juni in Wien. Ausschlaggebend dafür seien in erster Linie das Fehlen einer das ganze Jahr über garantierten Fahrwassertiefe und die Unzulänglichkeiten im Bereich der Infrastrukturen für den wasserseitigen Umschlag speziell auf den unteren Streckenabschnitten der Donau. Daher bräuchten die Verlader zum Schutz vor bösen Überraschungen immer einen Plan B, was manchen Betroffenen zu beschwerlich sei. Noch dazu wo die Verkäufer der Bahnen und der Straßentransporteure vor ihren Türen Schlange stehen. Umso vehementer müsse das Lobbying für die Verbesserung der Infrastruktur entlang der Donau vorangetrieben werden.

 

Mindestens ebenso relevant ist die Einführung von einheitlichen Regulatorien für die Güterschifffahrt auf der Donau. Es gibt nach wie vor unzählige bürokratische Hindernisse und administrative Barrieren. „In einigen Ländern an der unteren Donau ist die von den Behördenvertretern ausgeübte Willkür teilweise massiv. Das fängt bei der Erhebung von fragwürdigen Gebühren an und betrifft viele andere Aspekte in der Binnenschifffahrt“, berichtete Mag. Manfred Seitz von Pro Danube International auf der PDA-Mitgliederversammlung.

 

Nach seiner Einschätzung der Sachlage gibt es in der Binnenschifffahrt zu viele Behörden und herrscht ein akuter Bedarf im Hinblick auf die Einführung von verbesserten Abläufen und Rahmenbedingungen. Auf einer mitgebrachten Chart dokumentierte Manfred Seitz das Sammelsurium an Behörden mit Berührungspunkten zur Binnenschifffahrt. Darauf sind neben der Grenzpolizei die Steuer- und Zollverwaltungen, die Obersten Schifffahrsbehörden, die Hafenbehörden sowie die Kanal- und Wasserstraßenbehörden angeführt, wobei diese Aufzählung keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. In Bulgarien, Rumänien und Serbien treiben es die Behördenvertreter besonders bunt, beklagen die Repräsentanten der Schifffahrtsunternehmen. Umso vehementer arbeiten PDA und PDI an der Umsetzung der Vision mit dem Titel „Same River – Same Rules“, was im Endeffekt auch eine Entlastung der Behörden bewirken würde. Es wäre zu kurz gegriffen, die Problembereiche auf der Wasserstraße Donau einzig und allein den Ländern in Südosteuropa anzulasten. Auch auf anderen Streckenabschnitten gibt der Zustand der Infrastruktur Anlass zur Sorge. Der Geschäftsführer eines namhaften Binnenschifffahrtunternehmens sagte gegenüber dieser Zeitung, er bete laufend für das Funktionieren der Schleusen im RMD-Wechselverkehr. Es vergehe praktisch kein Tag ohne das Auftreten eines Problems an irgendeiner Schleuse. Diese Meinung bekräftigte der Präsident im Bundesverband der Deutschen Binnenschifffahrt (BDB) Martin Staats mit der Bemerkung, „dass wir derzeit hauptsächlich die dringend notwendigen Schleusenrevisionen im Auge haben und dann erst über die Verbesserung der Fahrwasserwege nachdenken“.

 

Die Unternehmen der deutschen Binnenschifffahrt transportieren auf Wasserstraßen, Flüssen und Kanälen mit 7.500 Kilometer Gesamtlänge zwischen 220 und 240 Mio. Tonnen Güter im Jahr. Ihre 7.500 Mitarbeitenden verteilen sich in etwa zur Hälfte auf die Fracht und auf die Personenschifffahrt. Zur Infrastruktur gehören rund 350 Schleusenanlagen, 300 Wehranlagen, vier Schiffshebewerke und 1.300 Brücken. Laut Schätzungen des BDB sind über 60 Prozent der Schleusen in einem bedenklichen technischen Zustand und besteht in den nächsten 20 Jahren ein Bedarf für rund 100 Ersatzbauwerke. Das ist ein astronomisch hoher Wert, wo doch in den letzten 20 Jahren gerade einmal 10 Neubauten umgesetzt wurden.

 

Alleine für die Erhaltung und Modernisierung der bestehenden Wasserstraßeninfrastruktur in Deutschland wird ein Jahresbudget in der Bandbreite zwischen 900 Mio. Euro und 1 Mrd. Euro benötigt. Davon abgesehen sind Schritte zur Aufwertung der Donau zu einem sicheren Verkehrsträger notwendig, um ein erheblich größeres Frachtaufkommen für die Binnenschifffahrt zu akquirieren.

 

Nicht zuletzt aus diesem Grund sucht auch der Bundesverband der Deutschen Binnenschifffahrt den Schulterschluss mit den gleichgesinnten Verbänden im In- und Ausland beziehungsweise mit der Industrie. Daran knüpft BDB-Präsident Martin Staats die Hoffnung auf ein „stärkeres Sprachrohr“ zur Herbeiführung von optimierten Rahmenbedingungen für die Branche, „von dem dann alle Beteiligten etwas hätten“. Damit liegt er auf einer Linie mit PDAPräsident Fritz Lehr, der auf der Mitgliederversammlung in Wien auch seine Freude über den von massiven Investitionen begleiteten Boom in der „Weißen Schifffahrt“ zum Ausdruck brachte. Dieses Szenario wünscht er sich auch für die Güterschifffahrt auf der Donau!

 

 

BDB-Präsident Martin Staats steuerte einen Bericht aus Deutschland bei.

 

 

 

Mitgliederversammlung, 18.6.2015, Wiener Hafen

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11. „Industry Meets Policy“, im Rahmen des EUSDR-Annual Forum, 29./30.10.2015, Ulm

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außerordentliche Mitgliederversammlung 31.10.2013

Beginn: 14.30 Uhr

Anmeldungen bitte unter office@prodanubeaustria.at!  

 

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Danube Business Meeting

18.9.2012 | WKÖ Details

PDA Wasserstraßentag 2012

Mitgliederversammlung & Rahmenprogramm

22.6.2012 | Stadthalle Ybbs Details

PRO Danube AUSTRIA Wasserstraßentag 2012, 22. Juni, Ybbs

Pro Danube AUSTRIA – Mitgliederversammlung und Wasserstraßentag 2012 in Ybbs

Pro Danube AUSTRIA setzt Schritte zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit der Binnenschifffahrt


Pro Danube AUSTRIA – vormals Österreichischer Wasserstraßen- und Schifffahrtsverein – präsentierte sich anlässlich des Wasserstraßentages am 22. Juni 2012 in Ybbs völlig neu. Nicht nur das werbliche Auftreten – wie Logo, Homepage und Vereinszeitung „Pro Danube Austria Aktuell“, sondern auch die Aktivitäten haben sich auf ganz neue Schwerpunkte verlagert. Der Vorstand, allen voran Präsident Mag. Christian Steindl - im Zivilberuf Geschäftsführer der EHG (Ennshafen), baut seine Aktivitäten auf drei Säulen auf. Diese sind „Infrastruktur“, „moderne „Flotte“ und „Internationalisierung“, wobei jede der drei Stoßrichtungen von zwei Vorstandsmitgliedern betreut wird.
Der Vorstand wird von einem hochkarätig besetzten Beirat, in welchem alle Mitglieder aus der verladenden Wirtschaft (‚stakeholder’) vertreten sind, unterstützt.
Vor allem die Schwerpunktthemen, die entsprechenden Expertise und die Netzwerkkontakte zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit der Binnenschifffahrt auf der Donau stehen dabei im Vordergrund.
Der Internetauftritt www.prodanubeaustria.at bietet aktuelle Informationen; Vereinsmitgliedern steht über Pincode ein Zusatzinfoservice zur Verfügung.
Pro Danube Austria tritt als unabhängige und überparteiliche Plattform und als Partner der Wirtschaft, Verbände, Behörden sowie sonstigen Entscheidungsträgern und Interessensgruppen auf. Der Verein vertritt aktiv das Gesamtinteresse der Schifffahrt in Österreich und setzt sich mit Nachdruck für schifffahrtsfreundliche Rahmenbedingungen ein. Als Ziele wurden die Entwicklung und Förderung der Schifffahrt, sowie die Gestaltung der Rahmenbedingungen für die Schifffahrt in Österreich definiert. Dabei steht eine konstruktive Zusammenarbeit mit allen für die Erreichung dieser Ziele wichtigen staatlichen und gesellschaftlichen Institutionen und Organisationen der Wirtschaft im Vordergrund.

 
PROGRAMM

 

Keynote-speech: "Hoffnungsträger Wasserstraße Donau" - Mag. Alexander Klacska, Bundesspartenobmann Transport & Verkehr WKÖ

 

"Neue Leistungen" - Mag. Christian Steindl

 

"Infrastruktur" - DI Christian Mokry, Andreas Dicke, DI Markus Simoner

 

"Moderne Flotte" - Mag. Christian Steindl

 

"Internationalisierung" - Mag. Manfred Seitz

 

"Danube Strategy Priority Area 1a Inland Waterways & Austrian Projects" - DI Hans-Peter Hasenbichler ,via donau

 

"Anforderungen eines Großverladers an den Verkehrsträger Wasserstraße Donau" - Roman Gierer, Stora Enso - DI Dr. Paul Losbichler, Schaufler GmbH

 

"Ingenieurvisionen für ein nachhaltiges Verkehrssystem: 40 Jahre PIANC in Österreich" - Mag. Otto Schwetz, Dr. Reinhard Pfliegl - Mag. Helene Gilkarov

 

 

Fotos Wasserstraßentag 2012

6. Österreichischer Wasserstraßentag

Die EU-Donauraumstrategie

6.5.2011 | Wien Details

EU-Kommissar Dr. Johannes Hahn - "Entwicklung des Donauraumes ist ein Gewinn für alle Beteiligten"

Einladung/Programm downloaden

Anlässlich des 6. Österreichischen Wasserstraßentages des Österreichischen Wasserstraßen- und Schifffahrtsvereines, konnten 130 Gäste in diesem Jahr auf der MS Admiral Tegetthoff EU-Kommissar Dr. Johannes Hahn begrüßen. ÖWSV Präsident Dr. Siegmar Hanser und Spartenobmann KommR Franz Penner nutzten die Gelegenheit, um sich bei Kommissar Hahn für dessen Einsatz für dieses für Österreich sehr wichtige Thema zu bedanken.

Kommissar Hahn begann seinen Vortrag mit der Information, dass Donauraumstrategie auf eine österreichisch-rumänische Initiative zurückgehe und für die Donaustaaten sichtbare Veränderungen herbeiführe. Der Donauraum habe sich in den letzten Jahren enorm entwickelt, dennoch gibt es nach wie vor Engpässe, die die wirtschaftliche Entfaltung dieses Raumes beeinträchtigen. Es gehe nicht nur um eine verbesserte Schiffbarkeit der Donau, sondern darum, den Donauraum in eine nachhaltigen, intelligenten und integrierten Art und Weise zu fördern. In der Strategie seien vier wesentliche Handlungsfelder unablässig:

1. Verbesserung der Verbindungen in und mit der Region - vor allem betreffend Verkehr und Energie

2. Verbesserung des Umweltschutzes

3. Förderung des Wohlstands, Verbesserung des Unternehmertums und des Bildungssystems

4. Stärkung der Zusammenarbeit in der Region in Sicherheitsfragen

Außerdem habe man einen Aktionsplan vorgeschlagen, welcher konkrete Projekte für die Umsetzung der Strategie enthält. Es wurden 11 prioritäre Themenfelder ausgewählt, 2 teilnehmende Staaten wurden als Koordinator bestimmt. Österreich ist der Koordinator für die Binnenschiffbarkeit.

Was bedeutet die Donauraumstrategie für die Schiffbarkeit?

Damit die Donau als Wasserstraße eine moderne und attraktive Alternative darstellt, müssen eine Vielzahl an integrierten Maßnahmen unternommen werden z.B. verbesserte Anknüpfung an Straße und Schiene, leistungsfähigere Häfen oder eine modernere Schiffsflotte.

Erhöhte Schiffbarkeit und ökologischerer Donauraum kein Widerspruch

Es wurden auch konkrete ökologische Ziele wie Risikominderung, Ökosysteme und Wasserqualität in das Strategiepapier aufgenommen. Eine nachhaltige Schifffahrt und ein entsprechender Ausbau der Häfen können hierzu einen wichtigen Beitrag liefern. Dadurch können neue Marktchancen eröffnet und für andere Wirtschaftszweige wichtige Impulse gesetzt werden. Eine Modernisierung braucht Investitionen. Es wurden bereits aus EU-Mitteln 100 Mio. Euro allen aus dem Strukturfond für die Region bereitgestellt.

Die Donauraumstrategie ist bereits voll im Gange, noch vor dem Sommer soll diese von allen Staats- und Regierungschefs endgültig angenommen werden. Der Erfolg liegt in der Hand der teilnehmenden Mitgliedsstaaten. Die Entwicklung des Donauraumes ist ein Gewinn für alle Beteiligten, insbesondere auch für Österreich und die Menschen die in der Donauregion leben.


Präsentationen:

5. Österreichischer Wasserstraßentag

Österreichischer Wasserstraßentag in der Wachau 

7.5.2010 | Krems Details

Österreichischer Wasserstraßentag in der Wachau – Österreichs Personenschifffahrt im Brennpunkt

Einige erlebten ihn zum ersten Mal, für andere hat er sich bereits zu einer kleinen Tradition entwickelt – der alljährliche Wasserstraßentag des Österreichischen Wasserstraßen- und Schifffahrtsvereines (ÖWSV). Aus diesem Anlass fanden sich die Gäste mit unterschiedlichsten beruflichen Hintergründen, welchen jedoch ein generelles Interesse an der Binnenschifffahrt gemein ist, am Freitag dem 7. Mai 2010 an der Donaustation 24 in Krems-Stein ein. Dort ging man an Bord des Brandner-Schiffes MS Austria um den frühlingshaften Nachmittag auf den sanften Wellen der Donau zu verbringen.

Nach den Begrüßungsworten von ÖWSV-Präsidenten KR DI Dr. Siegmar Hanser und Dr. Christian Moser, Vizepräsident der WKNÖ, hieß Frau Mag. Barbara Brandner-Mosser, Geschäftsführerin der Brandner Schifffahrt GmbH, die Anwesenden auf dem vor 2 Jahren zu einem modernen Schmuckstück renovierten Flaggschiff ihrer Personenschifffahrtsflotte willkommen. Im Anschluss daran nahm das Programm unter dem Motto „Donau erleben“ seinen Lauf. Kernthema der diesjährigen Veranstaltung war die Personenschifffahrt als Teil des Tourismus in der Wachau und entlang des durch 13 Anrainerstaaten fließenden Stromes (Deutschland, Österreich, Tschechien, Slowakei, Ungarn, Slowenien, Kroatien, Ukraine, Rumänien, Bulgarien, Jugoslawien, Moldau und Bosnien-Herzegowina).

In einem kurzen Referat stellte Frau Dr. Hella Ranner, Abgeordnete für Verkehr, Tourismus & Kultur im europäischen Parlament, ihre „Europäischen Ideen für eine Donauraumstrategie“ vor. Hauptziel dabei sei es, den territorialen Zusammenhalt der Unternehmen in der Region zu fördern. Wie sie weiters betonte, stellt der Donauraum mit etwa 90 Millionen in diesem Gebiet lebenden Menschen, und einem Umsatzvolumen von rund 750 Milliarden Euro eine nicht unbedeutende Wirtschaftsregion dar. Angesichts der bevorstehenden EU-Ratspräsidentschaft Ungarns (für das 1. Halbjahr 2011), macht sich nicht nur unser östliches Nachbarland für eine neue Donauraumstrategie stark, sondern auch die Länder Rumänien, Serbien und Bulgarien.

Während das Schiff inzwischen abgelegt hatte und stromaufwärts fuhr, und sich dabei ringsum die saftig-grüne Landschaft dem Betrachter vom Wasser aus in ihrer vollen Pracht offenbarte, moderierte die ORF-Wetter-Lady Christa Kummer im Rumpf des Schiffes eine Gesprächsrunde zum Thema „Wirtschaftszweig Personenschifffahrt“. Diskussionspartner waren Dr. Christian Moser, DI Wolfram Mosser (Obmann des Fachverbands der Schifffahrtsunternehmungen, WKÖ), Prof. Gerhard Skoff (Präsident „Die Donau“), Mag. Bernhard Schröder (Geschäftsführer der Donau Niederösterreich Tourismus GmbH), Kapitän Karl-Heinz Eder (Traunseeschifffahrt Karlheinz Eder GesmbH) sowie ÖWSV-Vizepräsident Mag. Otto Schwetz, welcher als Vorsitzender des TINA VIENNA Korridormanagements für den „Korridor 7 - Die Donau“, Stellung bezog.

Dabei kristallisierte sich heraus, dass die Personenschifffahrt in Öster-reich nicht zu unterschätzender Wirtschaftsfaktor ist. Demnach zählte das Gewerbe auf den Binnengewässern der Alpenrepublik im Jahr 2009 insgesamt rund 3 Millionen beförderte Personen. Mehr als 350 Unternehmen (Linienbetriebe, Fähren, Ausflugsschiffbetreiber etc.) waren an dem Geschäft beteiligt. Unter anderem waren im vergangenem Jahr 114 Kreuzfahrtsschiffe auf dem Donaustrom unterwegs; Tendenz steigend.

Wie wiederholt hervorgehoben wurde, beläuft sich die Auslastung dieser bedeutenden Wasserstraße auf 7 Prozent der potentiell vorhandenen Kapazität. Der Vergleich mit einer vierspurigen Autobahn, welche lediglich auf einer Spur befahren wird, wird hierbei oftmals als bildhafte Veranschaulichung der derzeitigen Situation herangezogen.

Was die Kunden suchen, sei Authentizität, heißt es seitens der Wirtschaftstreibenden. Dies gelte nicht nur für die Schifffahrt, sondern auch für die anderen Tourismussparten wie die Hotellerie oder Gastronomiebetriebe, welche entlang der Ufer der Donau angesiedelt sind. Vor diesem Hintergrund ist ein Ausbau des Radweges auf dem Treppelweg vorgesehen. Der Plan sieht vor eine durchgehende Verbindung von Passau bis Constantza für die Pedalritter zu schaffen. Somit solle das Potential der attraktiven und authentischen Naturlandschaft genutzt werden um den Tourismus, und in weiterer Folge die gesamte Wirtschaft entlang des Flusses anzukurbeln.

Die Ankunft und Wende beim historischen Besuchermagneten Stift Melk markierte auch am Schiff den Übergang vom wirtschaftlichen zum kulturellen Teil des Programms. Unter dem simplen aber durchaus treffenden Titel „Die Wachau und ihre Schönheit“ präsentierte KR Karl Kurzbauer die Sehenswürdigkeiten welche das Schiff im Streckenabschnitt zwischen Melk und Krems passierte. Darunter finden sich neben dem oben erwähnten von Jakob Brandauer erbauten Stift die sagenumwobene Ruine Dürnstein und der weltbekannte, nun wieder in der ursprünglichen Farbe Blau gehaltene Kirchturm, das Schloss und die dazugehörige Kartause Schönbühel, Aggsbach mit der Anlegestelle für den letzten - ansonsten im Tullner Hafen stationierten - Donau-Raddampfer, sowie die ebenfalls zum Gut Schönbühel gehörige Ruine Aggstein. Die Burg mit dem charakteristischen Stiegenaufgang im Innenhof war dazumals von Kuenringer Rittern bewohnt und dient heute als Austragungsort für diverse Veranstaltungen. Der geschichtsträchtige Boden der Wachau – woher unter anderem der berühmte Fund der steinzeitlichen Frauenfigur „Venus von Willendorf“ stammt – ist mit seinem milden Klima seit jeher als für den Wein und Obstbau prädestinierter Landstrich bekannt. Weinkenner untergliedern die vorrangig zur Produktion von Weiswein genutzten Rebsorten nach ihrem Alkoholgehalt in Steinfelder (11 Volumenprozent), Federspiel (12%) und Smaragd (nach der heimischen Smaragdeidechse benannt; >12%). Rund 60 Prozent des Anbaus macht der Klassiker Grüner Veltliner aus; der Rest besteht aus Rhiesling, Neuburger, Silvaner und einigen anderen Trauben.

Kulinarisch gestärkt und dank angeregter Gespräche mit einigen neuen Ideen im Kopf, verließen gegen 8 Uhr abends wieder ein paar mehr Wachau-Fans das nach Krems zurückgekehrte Schiff um wieder an Land zu gehen.

Barbara Schuster

4. Österreichischer Wasserstraßentag

voestalpine-Vorstand Peter Ackerlauer urgiert Ausbau der Wasserstraße Donau 

8.5.2009 | Linz Details

Zahlreiche prominente Gäste beim 4. Wasserstraßentag des ÖWSV

Anlässlich des 4. Wasserstraßentages des Österreichische Wasserstraßen- und Schifffahrtsvereins (ÖWSV), welcher am 8. Mai 2009 in Linz stattgefunden hat, hob die Linzer Wirtschaftsstadträtin Susanne Wegscheider in einer Ansprache im Ars Electronica Center die Bedeutung der Donau und der Binnenschifffahrt für die Landeshauptstadt hervor. Ohne den Fluss wäre die heutige Position der Stadt als Industrie- und vor allem auch Kultur- und Tourismusstandort kaum denkbar. Dies wird mit Investitionen in die Anlegestellen für Passagierschiffe (rund 400.000 EUR per anno) und in die Sanierung der vorhandenen Schiffsanlegestellen auf dem Donauabschnitt zwischen Passau und Grein (rund 1 Mio. EUR) unterstrichen. An den Stationen wurden im Vorjahr etwa 850.000 Passagiere abgefertigt, Tendenz steigend.

Bei einer Schifffahrt von Linz nach Enns und retour mit der "Regina Danubia" erläuterte der Vertriebsvorstand der voestalpine Stahl GmbH, Peter Ackerlauer, den Stellenwert der Wasserstraße Donau für den Industriestandort Linz. Im Stammwerk der voestalpine werden jährlich 5 Mio. Tonnen Stahl für Kunden aus der Automobil-, Eisenbahn, Energie- oder Haushaltsgerätebranche produziert. „Die Donau ist eine Lebensader,“ so Ackerlauer. Cirka 50 Prozent der Donaugütertransporte in Österreich gehen auf das Konto der voestalpine Stahl GmbH.

"Die Versorgungssicherheit an 356 Tagen im Jahr kann nur durch ein ausgewogenes Zusammenspiel zwischen der Binnenschifffahrt und den Verkehrsträgern Schiene und Straße gewährleistet werden. Dafür muss die Donau ausgebaggert und besser für die Schifffahrt nutzbar gemacht werden. Den zahlreichen Gesprächen über die allseits bekannte Problematik sollten nun Taten folgen", sagte Ackerlauer.

Der Österreichische Wasserstraßen- und Schifffahrtsverein ist die Nachfolgevereinigung des 1879 gegründeten „Donauvereines“ beziehungsweise ab der Jahrhundertwende „Zentralvereines für Fluss- und Kanalschifffahrt in Österreich“. Er wurde 1951 als „Österreichischer Kanal- und Schifffahrtsverein“ neu konstituiert und schließlich im Jahre 1978 in „Österreichischer Wasserstraßen- und Schifffahrtsverein“ unbenannt. Aktuell bekleidet KommR DI Dr. Siegmar Hanser das Amt des ÖWSV-Präsidenten.

Der Verein ist ein überparteiliches Forum der in Österreich zuständigen Persönlichkeiten und Instanzen. Außerdem dient er als Plattform für Kontakte und Informationsaustausch in allen europäischen Flussregionen. Der ÖWSV ist mit über 1.000 Partneradressen in Verbindung.

 

Bei etwaigen Rückfragen kontaktieren Sie bitte das Büro des ÖWSV:

Österreichischer Wasserstraßen- und Schifffahrtsverein
3100 St. Pölten, Landsbergerstraße 1
T 02742/851-19511, 19512 I F 02742/851-19519